NEUBAU LAVATERSTRASSE, ZÜRICH

Geladener Projektwettbewerb 2017  

Der Fussabruck und die Mantelinie des Ersatzneubaus sind durch die baugesetzlichen Rahmenbedingungen weitgehend gegeben.In der Vertikalen entspricht der Aufbau der klassischen Gliederung in ein Sockelgeschoss, die Regelgeschosse und das Dach. Die vorstehenden Erker gliedern und rhythmisieren, wodurch das Volumen Leichtigkeit und Eleganz erhält. Den oberen Abschluss bildet das Mansardendach, welches das Gebäude umschliesst und durch die Lage der Dachgauben die Erker akzentuiert.

Lagebedingt wird das Erdgeschoss in eine Strassen- und eine Hofseite geteilt. Dies zeigt sich nicht nur im Grundriss und in der Nutzung, sondern mit der gewählten Schnittlösung auch durch das Hochparterre auf der Hofseite und einhergehend damit, die Formulierung des Sockels sowie der Aussenraumgestaltung. Auf diese Weise wird ein Mehrfamilienhaus in Form der solitären, nach allen Seiten ausgerichteten Stadtvillen geschaffen, wie sie für dieses Quartier typisch sind.

Die quartiertypische Durchgrünung der umliegenden Parzellen hat in den letzten Jahrzehnten stark unter dem Wunsch nach mehr Parkierungsfläche gelitten und ist nahezu verschwunden. Das vorliegende Projekt versucht diesem Umstand entgegenzuwirken, indem ein Heckenkörper den bewohnten Sockelbereich als grünes Volumen umfängt. Aussen rechtwinklig geschnitten und im Innern eher naturnah gestaltet, bietet die Hecke zum einen Sichtschutz und Aussicht ins Grüne für die BewohnerInnen und zum anderen ein kleines Stück Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere. Eine sickerfähige Fläche aus Kies steht den Bewohnern des Erdgeschosses als erweiterter Aussenraum zur freien Verfügung und wird über den Loggien vorgelagerte Treppen erschlossen.